Viele Reedereien behandeln Fahrräder wie Fußgängerzusatz, einige verlangen Nummernschilderingaben oder Längenangaben. Komme früh, folge Bodenmarkierungen, halte Ausweis und Buchungsnummer bereit. Ein Crewmitglied erklärte mir in Helsinki geduldig die Verzurrpunkte, wodurch mein Rad selbst in rauer See ruhig blieb und ich entspannt schlafen konnte.
Bitte akzeptiere Crewhinweise: Bremse anziehen, in Fahrtrichtung abstellen, mit weichen Schlaufen sichern, Kette vom Lack fernhalten. Bringe alten Lappen oder Rohrisolierung gegen Scheuerstellen mit. Ein kurzer Rundgang mit Stirnlampe hilft, Stolperfallen zu sehen und das Rad unauffällig, sicher und zugänglich zu platzieren.
Verbindungen wie Kiel–Oslo, Tallinn–Helsinki, Ancona–Split, Genua–Olbia oder Valletta–Sizilien öffnen Zugänge zu langen Küstenstrecken und inselreichen Kurzabenteuern. Plane ankunftsnahe Supermärkte, Wasserauffüllung und frühe Abfahrtszeiten. Sonnenaufgänge am Oberdeck schenken Motivation, während die Überfahrt als erholsames, stilles Bindeglied zwischen Etappen funktioniert.
Starte in Kopenhagen, nutze Brückenradwege und regionale Züge Richtung Göteborg, hüpfe per Insel-Fähren durch die Schären und setze nach Oslo über. Beständiger Wind verlangt niedrige Gänge, doch die Lichtstimmungen belohnen. App-gestützte Fährpläne und eine regenfeste Schicht retten verregnete Tage und verlängern die Freude enorm.
Kombiniere Flussradwege mit Regionalzügen, um unerfreuliche Tunnel, verbotene Passstraßen oder lange Talautobahnen zu umgehen. Ein Morgen in Innsbruck, ein Nachmittag am Pass, ein Abendzug nach Bozen: so bleibt Energie für die Traumabfahrt. Reserviere früh, denn Talzüge füllen sich mit Pendlern, Rädern und Rucksäcken.
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